Überblick zu VMware ESXi

Die 8 häufigsten Fragen zu VMware: vSphere, Lizenzen, Kosten & Sicherheit

Sie haben Fragen zu VMware?
In diesem FAQ finden Sie klare Antworten zu den wichtigsten Themen rund um VMware-Lösungen, von Grundlagen bis hin zu Lizenzierung und Einsatzszenarien. In diesem VMware FAQ beantworten wir die häufigsten  zu vSphere, ESXi, Lizenzmodellen, perpetual VMware Lizenzen, Kosten, Sicherheit und Alternativen. Die Antworten richten sich an Unternehmen, die VMware On-Premises einsetzen oder bewusst kein Abo-Modell nutzen möchten.

Was ist VMware und wofür wird es eingesetzt?

VMware by Broadcom ist ein führender Anbieter von Softwarelösungen für Servervirtualisierung und wird in kleinen wie großen IT-Umgebungen eingesetzt. Mit den Produkten von VMware by Broadcom können mehrere virtuelle Maschinen auf einer einzigen Hardware betrieben werden.

Was ist der Unterschied zwischen ESXi Free und vSphere?

Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass ESXi Free nur eine kostenlose Basisversion des Hypervisors ist, während vSphere die voll lizenzierte Virtualisierungsplattform mit umfassenden Management-, Sicherheits- und Automatisierungsfunktionen ist.

Ich möchte kein Abo für VMware – was kann ich tun?

Wenn Sie weiterhin VMware-Produkte nutzen wollen, dafür aber nicht jährliche Abo-Kosten bezahlen wollen, können Sie gebrauchte VMware-Lizenzen aus früheren Versionen kaufen. Diese perpetual Lizenzen sind vollständig rechtssicher übertragbar und ermöglichen den kostengünstigen Betrieb Ihrer VMware-Umgebung ohne Abhängigkeiten.

Welche VMware perpetual Lizenzen gibt es?

Die dauerhaften („perpetual“) Lizenzen umfassen vSphere Standard, Enterprise und Enterprise Plus, vCenter Server sowie optionale Erweiterungen wie vSAN oder NSX.  Diese Lizenzen sind laut EUGH komplett rechtssicher übertragbar.

Wann ist vSphere Standard ausreichend und wann brauche ich Enterprise Plus?

Kurz gesagt:
vSphere Standard für stabile, kleinere Setups.
vSphere Enterprise Plus für Unternehmensumgebungen mit hoher Leistung, Automatisierung und Skalierbarkeit.

Für einen Handwerksbetrieb, ein kleines Beratungsunternehmen oder eine Arztpraxis mit 1 bis 3 Servern passt VSphere Standard perfekt. Von der IT werden nur nur einige grundlegende Systeme, darunter Fileserver, Mailserver, Buchhaltungssoftware sowie eine kleine Datenbank verwaltet. In diesen Fällen sorgt VSphere Standard für einen zuverlässigen Betrieb, die Anzahl der notwendigen Updates sind begrenzt und die Administration bleibt unkompliziert. Ideal, wenn man Stabilität will, ohne dass zusätzliche Kosten anfallen.

Für produzierende Unternehmen, Onlinehändler oder Logistikbetriebe mit 5 bis 15 Hosts die mit ERP-Systemem, Produktionssteuerung, Webshop, Datenbankcluster, und an mehreren Standorten arbeiten, wird Enterprise Plus sinnvoll. Mit dieser Version sind weniger manuelle Eingriffe notwendig, der Betrieb läuft stabiler -besonders wenn das Unternehmen wächst und IT-Prozesse komplexer werden.

Für Konzerne, den Betrieb von umfangreichen Rechenzentren oder bei unternehmenskritischen 24/7-Umgebungen – etwa in der Finanzbranche, im Gesundheitswesen, in der Energieversorgung oder in international agierenden Unternehmensstrukturen ist vSphere Enterprise Plus die klare Empfehlung. Gerade bei Installationen mit 20 oder mehr Hosts und einer Vielzahl geschäftskritischer virtueller Maschinen (Echtzeit-Datenbanken, SAP-Landschaften, medizinische Systeme, hochverfügbare Webplattformen sowie KI- und GPU-basierte Workloads) kommt es auf maximale Stabilität und durchgängige Betriebsbereitschaft an.

Für welche Unternehmensgröße eignet sich welche vSphere Edition?

Für größere, sich entwickelnde Unternehmen wie produzierende Betriebe, Logistikanbieter oder E-Commerce-Dienste, die moderne Workloads wie KI, maschinelles Lernen, GPU-Berechnungen oder komplexe Datenbanken verwenden, ist vSphere Enterprise Plus 8 die optimale Lösung. Die Version bietet eine verbesserte Performance, moderne Sicherheitsmechanismen und Funktionen, die speziell auf Unternehmen zugeschnitten sind, die viele Hosts verwalten und auf maximale Automatisierung angewiesen sind.

Für KMUs mit 5 bis 15 Hosts, typischen Systemen wie ERP, Datenbanken, Webshops oder Produktionssteuerung und regelmäßigen Lastspitzen bietet vSphere Enterprise Plus 7 das perfekte Gleichgewicht: Ein ausgereiftes und hochstabiles System mit umfassender Automatisierung (wie DRS, Host Profiles, Distributed Switch) – ideal für Unternehmen, die wachsen und ihre IT zuverlässig verwalten wollen.

Falls Sie ein bestehendes Rechenzentrum oder eine etablierte IT-Umgebung ohne Kubernetes-Anforderungen betreiben – beispielsweise im öffentlichen Sektor, im Gesundheitswesen oder bei klassischen Unternehmensanwendungen – und auf maximale Kompatibilität, Stabilität und perpetuelle Lizenzmodelle Wert legen, stellt vSphere Enterprise Plus 6 nach wie vor eine äußerst robuste und kosteneffiziente Lösung dar. Viele Unternehmen mit stabilen Workloads (z. B. File-Server, Domain Controller, ältere ERP-Systeme) setzen bewusst auf diese Version, weil sie wartungsarm und technisch sehr zuverlässig ist.

Wie lange werden die verschiedenen vSphere-Versionen unterstützt (EOL)?

Die Dauer des Supports für VMware vSphere variiert je nach Hauptversion. Obwohl die Nutzung von perpetual Lizenzen zeitlich unbegrenzt ist, legt VMwareby Broadcom fest, wie lange Updates, Patches und sicherheitsrelevante Korrekturen bereitgestellt werden.

Aktuell gelten für die gängigen perpetual Versionen folgende Zeiträume (vereinfachte Übersicht):

  • vSphere 6 – Allgemeiner Support bereits beendet
  • vSphere 7 – Allgemeiner Support bis 2025, Technical Guidance bis 2027
  • vSphere 8 – Allgemeiner Support bis 2027, Technical Guidance bis 2029

Die Supportzyklen stellen allerdings keine Einschränkung für den Weiterbetrieb dar, da Ihnen perpetual Lizenzen weiterhin eine uneingeschränkte Nutzung ermöglichen. In Unternehmen, die sich in stabilen Umgebungen befinden und in denen keine funktionalen Änderungen bevorstehen, wird oft bewusst entschieden, ältere vSphere-Versionen weiterhin zu verwenden.

Wie funktioniert die Lizenzierung pro CPU richtig?

Für jeden physischen CPU-Sockel eines Servers benötigen Sie genau eine Lizenz. Bei zwei CPUs auf einem Server sind zwei Lizenzen erforderlich; bei vier CPUs entsprechend vier. Die Zahl der Kerne ist dabei unerheblich.

In einem Cluster sollten alle Hosts dieselbe Edition verwenden (z. B. entweder alle Standard oder alle Enterprise Plus).

Kurz gesagt: 1 CPU im Server = 1 Lizenz, und die Lizenz gehört dauerhaft Ihnen.

Welche Sicherheitsfunktionen bieten VMware perpetual Lizenzen?

VMware gewährleistet auch in den perpetual vSphere-Versionen ein sehr hohes Sicherheitsniveau, da virtuelle Maschinen strikt voneinander isoliert sind und Funktionen wie Secure Boot, VM Encryption, vTPM und rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC) vollständig lokal verfügbar sind – ohne Abhängigkeit von Cloud oder Abonnements.  In sensiblen Sektoren wie dem Gesundheitswesen, der öffentlichen Verwaltung oder in klassischen Rechenzentren ist eine stabile und erprobte On-Premises-Sicherheitsarchitektur von Vorteil. Sie gewährleistet zuverlässig Datenschutz, Compliance und langfristige Betriebssicherheit.

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