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Lizenzlexikon

Microsoft Lizenzen & Lizenzierung

Was ist eine Volumenlizenz und welche Rechte haben Sie mit welcher Lizenz? In unserem Lexikon klären wir Begriffsunklarheiten und stellen ihnen die verschiedenen Lizenzverfahren und Programme von Microsoft Softwareprodukten vor.

B

Ein Boxenprodukt ist Software, das mit einer CD (also physisch) ausgeliefert wurde. Solche Softwareprodukte können auf jeden Fall problemlos verkauft werden. Dies stützt sich auf den sogenannten “Erschöpfungsgrundsatz”, der besagt, dass wenn einmal etwas in den Umlauf gebracht wurde, der Hersteller sein Recht an dem Produkt verwirkt. Dieser Erschöpfungsgrundsatz kommt in ganz Europa zum Tragen, wodurch dem EU-weiten Softwarehandel nichts mehr im Wege steht.

D

Dank Downgraderechten haben Sie die Möglichkeit, frühere Versionen einer Software einzusetzen. Wenn Sie statt Office 2013 also Office 2010 nutzen wollen, dürfen Sie das. Nicht möglich sind jedoch Editionswechsel wie z.B. der Einsatz von Microsoft Windows Home & Student statt Professional.

E

Ausschließlich über den elektronischen Weg (E-Mail) vertriebene Softwareprodukte. Meist wird nur der Product Key sowie ein Link zum Download der Software zur Verfügung gestellt. Bitte Vorsicht beim Kauf von ESD – derzeit gibt es viele Anbieter von entweder gefälschter oder nicht für den europäischen Markt autorisierter Software.

F

Full Package Products ist für den Einzelhandel bestimmte Software zum Kauf, die in einer Box oder einer ähnlichen Verpackung im Ladengeschäft erhältlich ist, wie z.B. Microsoft Office Home and Business.

M

Das Lizenzprogramm von Microsoft für große Unternehmen ab 500 Mitarbeitern. Dabei besteht freie Wahl, ob die Software im klassischen Lizenzpaket gekauft oder über den Microsoft Cloud Service lizenziert wird.

Erklären die Nutzungsrechte für OEM-, Systembuilder und FPP-Produkte. Sehr wichtig, da sie z.B. Re-Imaging-Rechte, Downgraderechte und diverse weitere Nutzungsbestimmungen definieren. Sie können sie hier für Ihr Produkt in der gewünschten Sprache downloaden.

Vorherige Bezeichnung: Microsoft EULA

Das Lizenzprogramm für kleine und mittlere Unternehmen. Hier werden „Open License“, „Open Value“, „Open Value Company-Wide“ und „Open Value Subscription“ angeboten.

  • Open License und Open Value steht dabei für Modelle, wo neue Lizenzen nach Bedarf hinzugekauft werden können

  • Im Company-Wide und Subscription Modell wird die Bereitstellung für alle Unternehmensrechner standardisiert. Man nennt das die Standardisierung der Desktop-Plattform (für Office Desktop-Anwendung und Windows Desktop-Betriebssystem)
  • Neu ist seit Einführung der Microsoft Cloud eine exklusive Bereitstellung der Lizenzen und Software über Microsoft Online Services

Microsoft Open License steht für Unternehmen ab fünf Geräten bzw. Lizenzen zur Verfügung.

Erklären die Nutzungsrechte für Microsoft Volumenlizenzen. Sehr wichtig, da sie z.B. Re-Imaging-Rechte, Downgraderechte und diverse weitere Nutzungsbestimmungen definieren. Sie können sie für Ihr Produkt in der gewünschten Sprache herunterladen.

Früher wurden die Microsoft Product Terms auch Product Use Rights genannt.

Das ursprüngliche Lizenzprogramm von Microsoft für mittlere und große Unternehmen. Mittlerweile wird es nur noch für öffentliche Institutionen, Regierung und Behörden angeboten. Das Nachfolgeprogramm für Unternehmen zu Select Plus ist Microsoft Enterprise.

Software, die nicht in Form einer Box, sondern als Downloadlizenz verkauft wird. Meist sind Volumenlizenzen für Unternehmen bestimmt, da ein Product Key für die gekaufte Anzahl an Lizenzen verwendet wird. Volumenlizenzen verfügen in der Regel über deutlich erweiterte Nutzungsrechte, wie z.B. das Recht zu virtualisieren, Downgraderechte, Home Use Rights oder Re-Imaging. Auch Volumenlizenzen können gekauft und verkauft werden, hierzu gibt es ein EUGH-Urteil, welches die Rechtslage für gebrauchte Software klärt.

Weiterführende Infos zu den Microsoft-Lizenzmodellen.

O

Softwareprodukte, die gebündelt mit Hardware verkauft werden, meistens Windows Home oder Pro- oder Office Home and Business oder Professional.

R

Erlaubt, dass ein einheitliches Image und Product Key zur Installation gemischter Softwareprodukte verwendet wird. Dieses Recht gibt es nur bei Microsoft Volumenlizenzen.

Voraussetzungen für Re-Imaging sind: Es muss dasselbe Produkt (z.B. Windows 10 Pro) in derselben Sprache (z.B. Deutsch) mit denselben Produktkomponenten (unterschiedliche Office-Suites dürfen z.B. nicht gemischt werden) installiert werden. Besonders interessant ist das Re-Imaging für Microsoft Betriebssysteme, da bei OEM-Lizenzen in der Regel Re-Imaging-Recht besteht und dadurch hohe Lizenzkosten eingespart werden können – kontaktieren Sie dazu unser Team.

S

Systembuilder-Lizenzen sind in der Regel Softwareprodukte, die von kleineren OEMs von dazu autorisierten OEM Distributoren erworben werden. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie über kein OEM-Herstellerlabel verfügen. Sie eignen sich sehr gut als „qualifizierende Betriebssysteme“ für Microsoft-Volumenverträge oder zur Nutzung von Software in Schulen bzw. für die öffentliche Hand.

V

Mit dem Recht zur Virtualisierung ist es möglich, virtuelle Desktops einzurichten, um mittels verschiedener Geräte auf die gleiche Oberfläche und das gleiche System zuzugreifen. Sie sparen somit Server- & Betriebskosten und können ihre IT-Infrastruktur zentralisieren und Ressourcen besser planen oder auslasten. Üblicherweise ist die Virtualisierung nur mit Microsoft Volumenlizenzen möglich.

Plattform von Microsoft, wo neu gekaufte Microsoft Volumenlizenzen verwaltet und die Installationsdateien heruntergeladen werden können.

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