
Office LTSC 2021: Welche Optionen gibt es nach dem Supportende?
Office LTSC 2021 erreicht am 13.10.2026 sein Supportende. Als Nachfolger kommen Office LTSC 2024, Microsoft 365 oder eine Kombination aus beiden Modellen infrage. Welche Variante passt, hängt vor allem davon ab, wie die jeweiligen Arbeitsplätze genutzt werden.
Office LTSC 2024 oder Microsoft 365?
Beim Wechsel von Office LTSC 2021 stehen zwei Modelle im Vordergrund: Office LTSC 2024 als Dauerlizenz oder Microsoft 365 Apps im Abonnement. Auch eine Kombination ist möglich, etwa wenn einzelne Benutzergruppen unterschiedliche Anforderungen an Office und Cloud-Dienste haben.
Microsoft beschreibt Office LTSC 2024 als aktuelle On-Premises-Version für kommerzielle und öffentliche Organisationen. Im Unterschied zu Microsoft 365 Apps erhält LTSC nach der Veröffentlichung keine fortlaufenden Funktionsupdates.
| Kriterium | Office LTSC 2024 | Microsoft 365 Apps |
|---|---|---|
| Lizenzmodell | Dauerlizenz / einmaliger Erwerb | Abonnement |
| Bereitstellung | lokal installierte Desktop-Anwendungen | Desktop-, Web- und je nach Plan mobile Anwendungen |
| Funktionsupdates | keine laufenden neuen Features nach Release | kontinuierliche Funktionsupdates |
| Cloud-Dienste | nicht Bestandteil von LTSC | je nach Microsoft-365-Plan integriert |
| Gerätebezug | Office LTSC als Volumenlizenz grundsätzlich gerätebezogen | Microsoft 365 Apps grundsätzlich benutzerbezogen |
| Typisches Einsatzgebiet | stabile, kontrollierte Umgebungen | flexible Arbeitsplätze und Cloud-Szenarien |
| Kostenstruktur | einmalige Anschaffung | laufende Kosten |
| Support/Lifecycle | Support bis 10. Oktober 2029 | laufende Unterstützung im Rahmen des jeweiligen Abonnements/Plans |
Microsoft sieht Office LTSC 2024 vor allem für Umgebungen vor, in denen ein langfristig stabiler Softwarestand benötigt wird – etwa auf Produktionssystemen, medizinischen Geräten oder anderen Systemen, bei denen Softwareänderungen kontrolliert und gegebenenfalls erneut validiert werden müssen. Microsoft 365 Apps ist dagegen auf regelmäßige Funktionsupdates ausgelegt.
Wer Collaboration, Cloudspeicher, Web-Apps, kontinuierliche Weiterentwicklung und eine flexible benutzerbezogene Nutzung benötigt, kann Microsoft 365 Apps in den Vergleich einbeziehen.
Wer dagegen definierte Geräte über längere Zeit mit einem stabilen Funktionsumfang betreibt und die zusätzlichen Cloud-Funktionen nicht benötigt, hat mit Office LTSC 2024 weiterhin eine On-Premises-Option.
Hybride Lizenzierung: Nicht jeder Arbeitsplatz braucht dasselbe Modell
In gemischten IT-Umgebungen muss die Entscheidung nicht für alle Arbeitsplätze gleich ausfallen. Dauerlizenzen und Microsoft 365 lassen sich entsprechend der Nutzung kombinieren.
- Mobile und hybride Arbeitsplätze: Wer auf mehreren Geräten arbeitet und Microsoft-Cloud-Dienste für Zusammenarbeit und Datenaustausch nutzt, ist häufig mit Microsoft 365 besser abgedeckt.
- Stationäre Büroarbeitsplätze: Werden hauptsächlich die klassischen Office-Anwendungen auf einem festen Gerät benötigt, kann eine Dauerlizenz besser zum Einsatzprofil passen.
- Produktions- und Spezialgeräte: Hier zählen ein stabiler Softwarestand und die Kompatibilität mit Fachanwendungen, Maschinen oder Treibern. Vor dem Wechsel muss deshalb geklärt werden, welche aktuelle Plattform technisch geeignet ist.
Neu oder gebraucht: Wo liegt der Unterschied bei Dauerlizenzen?
Ist eine Dauerlizenz die passende Lösung, stellt sich im nächsten Schritt die Frage nach der Beschaffung. Neben neuen Lizenzen kommen auch gebrauchte Microsoft-Volumenlizenzen infrage.
Gebrauchte Lizenzen können wirtschaftlich interessant sein, wenn die benötigte Version verfügbar ist und die Lizenzherkunft sowie die erforderlichen Nutzungsrechte nachvollziehbar dokumentiert sind. Der Gebrauchtkauf ändert allerdings nichts am Microsoft-Lifecycle: Eine gebrauchte Lizenz erhält denselben Support wie eine neu erworbene Lizenz derselben Produktversion.
Für ein EOL-Projekt heißt das konkret: Nicht die gebrauchte Lizenz löst das Supportproblem, sondern der Wechsel auf eine geeignete, noch unterstützte Version. Erst danach stellt sich die Frage, ob diese neu oder gebraucht beschafft wird.
Was ist wirtschaftlicher: Dauerlizenz oder Microsoft 365?
Eine einfache Hochrechnung von Kaufpreis und monatlicher Abogebühr liefert nur einen groben Vergleich. Über zehn oder 15 Jahre bleiben weder Benutzerzahlen noch Anforderungen konstant.
Bei stabilen Arbeitsplätzen mit langer Nutzungsdauer kann eine Dauerlizenz wirtschaftlich attraktiv sein, weil nach dem Kauf keine laufenden Lizenzgebühren für die Nutzung derselben Version anfallen. Bei häufig wechselnden Benutzerzahlen und Bedarf an Cloud-Diensten kann Microsoft 365 (passender Microsoft-365-Plan inklusive Microsoft 365) seine flexiblere Kostenstruktur ausspielen.
In der Praxis spricht das für eine getrennte Betrachtung: Welche Arbeitsplätze bleiben langfristig stabil – und wo verändern sich Benutzer, Geräte oder benötigte Dienste regelmäßig? Auf dieser Basis lassen sich Dauerlizenzen und Abonnements sinnvoll vergleichen oder kombinieren.
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Ausgangspunkt ist der vorhandene Lizenzbestand: Wo ist Office LTSC 2021 noch im Einsatz, wie werden diese Arbeitsplätze genutzt und welche Microsoft-Dienste werden tatsächlich benötigt?
Auf dieser Basis lässt sich festlegen, welche Arbeitsplätze künftig mit Office LTSC 2024, Microsoft 365 oder einer Kombination beider Modelle ausgestattet werden.
Anschließend folgen Beschaffung und technische Umsetzung. Vor dem Rollout sollten insbesondere Add-ins, Makros und Fachanwendungen auf ihre Kompatibilität mit der neuen Office-Version geprüft werden.
Häufige Fragen zu Office LTSC 2021 EOL
Der Support für Office LTSC 2021 endet im Oktober 2026. Danach gibt es keine regulären Sicherheitsupdates, Fehlerbehebungen und keinen regulären technischen Support von Microsoft mehr.
Das Supportende deaktiviert bestehende Installationen nicht. Der weitere Betrieb erfolgt jedoch ohne reguläre Sicherheitsupdates und Herstellersupport. Das kann insbesondere bei Sicherheits- und Compliance-Anforderungen relevant werden.
Office LTSC 2024 wird laut Microsoft bis zum 10. Oktober 2029 unterstützt. Das dauerhafte Nutzungsrecht ist vom Supportzeitraum zu unterscheiden: Die Software kann nach dem Supportende grundsätzlich weiter genutzt werden, erhält dann aber keine regulären Sicherheits- und Qualitätsupdates mehr.
Ob eine konkrete Edition als gebrauchte Lizenz verfügbar ist, hängt vom Marktangebot ab. Voraussetzung ist zudem eine nachvollziehbare Lizenzherkunft mit den erforderlichen Nachweisen. Deshalb sollte zuerst die benötigte Version und Edition feststehen und anschließend die Verfügbarkeit geprüft werden.
Nicht zwingend. „Gebraucht“ bezeichnet eine bereits zuvor in Verkehr gebrachte Lizenz, nicht automatisch eine veraltete Produktversion. Für ein EOL-Projekt ist deshalb zwischen Softwareversion und Beschaffungsweg zu unterscheiden.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Bei stabilen Arbeitsplätzen mit langer Nutzungsdauer kann die Dauerlizenz wirtschaftlich interessant sein. Werden Cloud-Dienste und die zusätzlichen Leistungen von Microsoft 365 tatsächlich benötigt, müssen deren Nutzen und Kosten in den Vergleich einfließen.
Ja, unterschiedliche Benutzer- und Gerätegruppen können mit unterschiedlichen Modellen ausgestattet werden. Das kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn mobile Mitarbeiter Microsoft 365 nutzen, während stationäre Arbeitsplätze mit Office LTSC betrieben werden.
Microsoft-365-Lizenzen können auch direkt bei Microsoft bezogen werden. Ein CSP-Partner bietet zusätzlich Beratung bei der Auswahl und Dimensionierung der passenden Lizenzen sowie Unterstützung bei Bereitstellung und laufender Verwaltung. Das ist vor allem interessant, wenn Lizenzbedarf und Benutzerzahlen regelmäßig angepasst werden oder neben der reinen Beschaffung ein persönlicher Ansprechpartner gewünscht ist.
Fazit: Nicht jeder Office-Arbeitsplatz braucht denselben Nachfolger
Für stabile, stationäre Arbeitsplätze ohne Bedarf an zusätzlichen Cloud-Diensten ist Office LTSC 2024 eine naheliegende Option. Steht die Dauerlizenz als Ziel fest, kann anschließend zwischen neuer und geeigneter gebrauchter Lizenzbeschaffung verglichen werden.
Für mobile Arbeitsplätze, Zusammenarbeit über Microsoft-Cloud-Dienste und laufend aktuelle Funktionen passt Microsoft 365 eher zum Nutzungsprofil.
Bei gemischten Anforderungen muss daraus keine unternehmensweite Entweder-oder-Entscheidung werden. Office LTSC und Microsoft 365 können gezielt unterschiedlichen Arbeitsplatzgruppen zugeordnet werden.
Welche Option passt zum bestehenden Lizenzbestand?
Office LTSC 2024, Microsoft 365 oder eine Kombination: Welche Variante wirtschaftlich und technisch passt, lässt sich am besten anhand der vorhandenen Lizenzen und der tatsächlichen Nutzung beurteilen.
Bei dieser Prüfung und beim Vergleich der passenden Beschaffungsoptionen unterstützen wir gerne.